Was ich von einer Bar erwarte – be different

Von Jens 27. Januar 2016 0 Kommentar
Was ich von einer Bar erwarte – be different

Zuerst sei dem Christian kurz gedankt, dass er mich ins Boot seines neuen Projektes geholt hat. Das ehrt mich dann doch ein wenig. Da dies mein erster Post auf BAR-TRENDS.de ist, auch von meiner Seite noch eine ganz kurze Vorstellung meiner Person.

Ich bin der Jens, beruflich einer dieser Kreativlinge, die sich mit Werbung, Social Media und Marketing befassen. Dazu schreibe ich seit geraumer Zeit in meinem eigenen Blog COFFEEPOTDIARY.de und dort auch über amerikanischen Whiskey. Dies wird hier auf BAR-TRENDS.de auch mein vordergründiges Betätigungsfeld werden, auch wenn ich mich gern anderen Themen zuwenden werde. Das wird hier gleich so ein Post werden. Ich möchte das Thema Bar und Bar-Trends gerne immer mal wieder aus der Gäste- und Konsumentensicht beleuchten.

Fangen wir damit also heute gleich mal an. So resultieren diese Zeilen aus einem Gespräch mit Christian vor einiger Zeit.

Wir philosophierten über die Bars und deren Angebote an Spirituosen. Hier ging es insbesondere über das Angebot an Marken und Produzenten.

Der Markt an verschiedenen Spirituosenmarken ist so weit gefächert, dass es eigentlich jeder Bar möglich sein könnte ein eigenes ganz unverwechselbares Sortiment aufzubauen. Das wiederum will ich gar nicht als Muss in den Raum stellen, ist doch die Sortimentsgestaltung auch ganz erheblich vom Kundengeschmack abhängig.

Allerdings möchte ich die Gunst nutzen und meine ganz persönliche Meinung dazu schreiben und im Zweifel auch zur Diskussion anbieten.

Wenn ich in eine Bar gehe, dann erwarte ich es zwar nicht, freue mich aber, wenn ich an Spirituosenauswahl im Rückbüffet mehr entdecke als das, was ich auch aus jedem gut sortierten Supermarkt kenne. Das fällt mir natürlich zuerst bei den angebotenen Whiskeys auf, da fallen natürlich immer wieder die weiß oder schwarz etikettierten Flaschen der Big Player ins Auge. Dann fallen mir immer spontan einige andere Marken ein, die unter Umständen aus dem gleichen Hause kommen, allerdings doch wenigstens ein bisschen Varianz ins Regal bringen würden. Und das auch noch zu einem Preis, der nicht mal von den Standards der Großen abweicht.

Ich weiß, wenn ich in eine gut ausgestattete Bar gehe, dass ich für den mir gebotenen Service auch entsprechend zahlen muss, dass das nicht jedem Gast bewusst ist, mag sein. Aber das hier ist ja auch ein subjektiver Text. Wenn mich also der Barkeeper nicht nur mit schönem Ambiente und guten Drinks überzeugt, sondern auch noch meinen Horizont erweitert, indem er mir auch mal ausgefallene oder wenigstens nicht jedem bekannte Spirituosen vorstellt, dann sammelt er bei mir ordentlich Extrapunkte.

Das kann man vom Whiskey natürlich auf alle Spirituosen übertragen. Dazu natürlich auch auf Softdrinks und alkoholfreie Getränke. Ich erinnere mich da an einen Monolog von James Spader alias Alan Shore in Boston Legal, der zwar in einem anderem Zusammenhang meinte, dass die Leute immer nur Pepsi und Coke kennen würden und dahingehend auch nicht rechts und links schauen würden, obwohl es da noch viele andere Marken geben würde. Das fand ich ganz passend. Und auch hier besteht die Chance einer Bar und deren Barkeeper darin den Gästen die Augen zu öffnen und dem Gaumen eine neue Erfahrung zu bieten.

Das passiert mittlerweile ja schon bei den vielen verschiedenen Tonics, die sich dank des Gin Trends in ihren vielen Variationen in das Bewusstsein des Gastes gearbeitet haben. Das ist eine spannende und interessante Entwicklung, die so weitergehen sollte.

In diesem Sinne freue ich mich auf neue Geschmackserfahrungen bei meinem nächsten Barbesuch.

Bild: Daniel Krieg

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