Der Boston Shaker

Von Chris 13. Januar 2016 1 Kommentar
Der Boston Shaker

Der Boston Shaker – Barkeepers Darlin´

Der Boston Shaker ist vom illustrativen Aspekt, im Vergleich zum Cobbler Shaker, für die meisten Leihen nicht unbedingt das materialisierte Sinnbild der Barkultur. Jedoch ist er für den Arbeitsablauf eines professionellen Barkeepers unerlässlich. Kaum ein Barkeeper würde auf den Gebrauch des Boston Shakers verzichten. Er ist zwar im Vergleich zu anderen Shakern nicht der simpelste in der Handhabung, jedoch überwiegen die Vorteile.

Das Mixglas

Der Boston Shaker besteht aus zwei Teilen. Das Mixglas besteht wie der Name es bereits verrät aus Glas. Dieses Glas ist dickwandig und somit besonders widerstandsfähig. Das Glas muss unzählige Seitenhiebe und Aufschläge des wegstecken ohne Materialermüdungen aufzuweisen. Schließlich möchte niemand Glasscherben in seinem Drink. Jedem Barkeeper ist ganz sicher schon ein Mixglas auf der Tropfmulde umgestürzt oder gar aus der Hand gefallen. Aus eigener Erfahrung können wir daher berichten, dass es schon mit höheren Gewalten zugehen muss, um ein Mixglas tatsächlich zu demolieren. Trotzdem handelt es sich nicht um Diamant und von daher sollte der Barkeeper immer ein Auge auf den Glasrand werfen und überprüfen, ob das Material unbeschädigt ist.

 

Der Tin

Tin-in-Tin-Shaker Boston ShakerDer Aufsatz des Boston Shakers wird Tin genannt. Der Tin ist größer als das Mixglas und wird über dieses gestülpt. Er besteht in der Regel aus Edelstahl und ist daher besonders stabil.  Und das muss er auch, schließlich würde bereits eine kleine Delle oder anderweitige Verformung dafür sorgen, dass der Drink beim shaken auf der frisch gebügelten Arbeitsuniform des Barkeepers landet. Im Material des Tins liegt daher auch das Geheimnis des Boston Shakers. Durch das Verschließen selbst, würden nach einigen Bewegungen sich die beiden Teile des Shakers öffnen und sich somit ebenfalls suboptimal auf unser optisches Erscheinungsbild auswirken. Da können wir uns glücklich schätzen, dass Metalle sich bei Kälteeinwirkung  zusammenziehen. Durch diese physikalischen Effekt bleiben das Mixglas und der Tin beim shaken fest verschlossen uns bescheren uns einen sorglosen Spaß beim Zubereiten der Drinks.

Variationen

Der Boston Shaker ist kaum zu optimieren. Er ist das Ideale Instrument für jeden Barkeeper und sollte auch in keiner Hobby-Bar fehlen. Viele Barkeeper variieren jedoch gerne bei der Wahl des Unterteils und ersetzen das Mixglas gegen einen Becher, welcher ebenfalls aus Edelstahl besteht. Diese lassen sich in der Regel leichter und schneller reinigen und sind durch das geringere Gewicht in der Hand etwas angenehmer zu führen. Diese Variation des Shakers wird dann Tin-Tin Shaker oder  Tin in Tin Shaker genannt. Vom Aufbau ähnelt er stark dem French Shaker, welcher jedoch vom Handling und der Form eher mit dem dreiteiligen Shaker verwandt ist.

 

Fazit

Ich persönlich könnte niemals ohne Boston Shaker arbeiten. Seine Vielseitigkeit und der Umgang machen ihn für mich zum perfekten Begleiter durch jeden Abend hinter der Bar. Der Boston Shaker ist aber nicht nur für mich das  Paradebeispiel für ein professionelles Bar-Tool, sondern fungiert bereits für ganze Generationen von Mixologen als Sinnbild für die Barkultur. Die Handhabung bedarf für Anfänger zwar etwas Übung, jedoch ist der Spaß beim shaken umso höher, sobald man die Technik im Umgang mit ihm erlernt hat. Besonders das Öffnen mit einem sanften aber bestimmten Hieb in die Seite des Tins, bereitet vielen Anfängern Schwierigkeiten. Und was schaut schon uncooler aus, als ein Barkeeper der den Shaker nicht geöffnet bekommt?

Bild: Jeremy Brooks

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