Gemeinsame Barbesuche erhalten die Liebe

Von Chris 7. September 2016 0 Kommentar
Gemeinsame Barbesuche erhalten die Liebe

Ich bin durch, lass mich Arzt

Die Barszene ist ja bekanntlich eine Wissenschaft für sich. Betrachtet man manch Bartender, welcher so dermaßen in seinen Workflow versunken ist und eine fast theatralische Attitüde zutage legt, wunder einen nicht, dass man heutzutage an der Bar vom sogenannten Mixologen spricht. Mixologe, das klingt ja schon wie eine medizinisch-wissenschaftlicher Beruf. Zumindest kann man sich so vor dem Besuch der ungeliebten Schwiegereltern oder dem Einkauf bei Ikea retten.

„Sorry Schatz, ich würde gerne dabei sein aber ich habe einen Termin bei meinem Mixologen.

Eine Frau die weder für die Barkultur noch für gute Drinks eine Vorliebe hat, könnte man mit der Ausrede sicher ins Bockshorn jagen. Aber laut nach dem was ich jetzt gelesen habe, wäre es vielleicht gar nicht so schlecht wenn die Angetraute sich ebenfalls für die Barkultur und einen adäquaten Drink interessieren würde und man somit regelmäßig gemeinsame Barbesuche plant.

Binsenweisheiten auf dem Prüfstand

Kürzlich stieß ich in den unendlichen Weiten des Internets über eine interessante wissenschaftliche Publikation in den Oxford Journals. Laut dieser Publikation beschäftigten sich Verhaltenswissenschaftler mit der Korrelation zwischen Paaren und dem Konsum von alkoholischen Getränken. Was mich am ehestens bei dem Artikel wunderte war, dass die durchführenden Wissenschaftler tatsächlich die Ersten waren, die sich diesem Thema widmeten.

Für diese Studie, welche über einen Zeitraum von 10 Jahren durchgeführt wurde, befragten die Wissenschaftler  knapp 2.500 Paare zu ihrem Alkoholkonsum. Außerdem wurden Krisen wie zum Beispiel größere Unstimmigkeiten in der Ehegemeinschaft erfasst.

Stellt sich raus – die Paare, bei denen nur ein Teil regelmäßig Alkohol konsumierte unterlagen häufiger Eheproblemen als jene, welche regelmäßig zusammen Alkohol konsumieren. Dabei spielte es keine Rolle, wie hoch die Mengen des Alkoholkonsums waren. Sowohl Gelegenheitstrinker als auch die,  ich nenne sie mal vorsichtig semiprofessionellen Stammtisch-Besucher, beschrieben ihre Ehe häufiger als harmonisch und berichteten von weniger Differenzen.

Concordant drinking couples reported decreased negative marital quality over time, and these links were significantly greater among wives. Wives who reported drinking alcohol reported decreased negative marital quality over time when husbands also reported drinking and increased negative marital quality over time when husbands reported not drinking. – Oxford Journals

Konserviertes hält sich länger

Somit bestätigen die Wissenschaftler, dass der gemeinsame Genuss eines Drinks am Abend prophylaktisch Problemen in der Beziehung vorbeugen kann. Was nicht heißen soll, dass man sich jetzt gegenseitig mit Unmengen an Daiquiris zwangsernähren sollte. Getreu dem Motto: ″Vertraue keiner Studie, die du nicht selbst gefälscht hast.″ – muss ich jedoch einwerfen, dass ich denke, dass gemeinsame Aktivitäten im Grundsatz der ausschlaggebende Faktor für eine harmonischere Beziehung sind. Aber gemeinsame Barbesuche könnten unter Umständen Wunder wirken, sollte der Haussegen mal wieder schief hängt. Im Zweifelsfall verweise ich gerne auf meinen Artikel >Hier<. Da sollte mit Sicherheit etwas dabei sein, was unterstützend fungiert. Cheers.

Bild: Romain Toornier lizensiert unter CC BY 2.0

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