Ginger Beer selbst machen

Ginger Beer selbst machen

von Chris 17. November 2016 2 Kommentare

Ginger Beer selbst machen – How to

Ginger Beer selbst machen? Klar, kein Problem. Kaum ein Softdrink polarisierte in den letzten Jahren so sehr wie das Ginger Beer. Das hat zum einen mit dem häufigeren Angebot des Moscow Mule zu tun und zum anderen damit, dass die meisten „Standard Softdrinks“ auf Dauer doch zu langweilig werden. Aber wusstest du, dass du dir die scharfe, spritzige Limonade auch selbst herstellen kannst? Das geht ganz einfach.


Dieses Equipment benötigst du

  1. Such dir eine saubere Flasche, die einen hohen Druck standhalten kann. Du hast eine Flasche aus relativ weichem Kunststoff? Dann weg damit. Auch Glasflaschen solltest du vielleicht am Anfang außer Acht lassen. Die Gefahr, dass dir die Flasche und somit die Scherben im Schrapnell-Style um die Ohren fliegen, ist viel zu hoch. Halte lieber nach dickwandigen und robusten Kunststoffflaschen Ausschau. Gefunden? Sehr gut.
  2. Als Nächstes benötigst du eine Reibe. Kleine Muskatreiben eignen sich da eher weniger. Es sei denn, du möchtest dir in mühsamer Kleinarbeit ein 0,2 l Fläschchen Limonade zubereite. Dachte ich es mir. Am besten wäre es, wenn du eine große Küchenreibe zur Hand hast.
  3. Dann benötigst du ein großes Sieb. Das Spaghettisieb kannst du wieder weglegen. In den meisten Fällen sind die Maschen oder die Lochung so groß, dass du dir das filtrieren gleich sparen könntest. Wenn du kein feines Sieb zur Hand hast, macht es auch eine saubere Strumpfhose oder ein sauberes Küchentuch.
  4. Hast du dies gefunden, benötigst du eine Saftpresse für Zitrusfrüchte. Handpressen wie sie an der Bar benutzt werden eignen sich super für Limetten. Möchte man allerdings der Durchschnitts-Orange zeigen was ´ne Hake ist, machen sich die guten alten Haushaltspressen besser. Vielleicht hast du ja auch eine elekronische Saftpresse im Haus. (Buuuuhhhh… Spießer…)
  5. Zudem kannst du dir ein Schneidebrett und ein Messer zur Hand legen.

Diese Zutaten benötigst du

  1. 200g frischen Ingwer (Achte beim Kauf auf dicke Knollen) #thankmelater
  2. 5 frische Limetten (unbehandelt)
  3. 2 frische Orangen (unbehandelt)
  4. 150g Rohrzucker (braun oder weiß) *Tip: Brauner Zucker löst seine Melasse im Sud und färbt den Drink später in eine unansehnliche Flüssigkeit.
  5. 0,1l Honig (von glücklichen Bienen 🐝)
  6. 1l Mineralwasser (mit Kohlensäure)
  7. Reinzuchthefe (Bierhefe, Champagnerhefe)

Ginger Beer selbst machen – So geht´s

  1. Putze den Ingwer und entferne die Schale/Rinde der Wurzel. Entferne außerdem alle unansehnlichen dunklen Stellen, sofern diese vorhanden sein sollten.
  2. Reibe den Ingwer mit der Küchenreibe klein. Alternativ kannst du auch einen Stabmixer benutzen.
  3. Gib jetzt den Ingwer in einen großen Topf, welchen du vorher mit Etwa 1l Wasser füllst.
  4. Presse nun die Limetten und Orangen aus und gib den Saft ebenfalls in den Topf. Die besten Aromen stecken bei Zitrusfrüchten im Übrigen in der Schale. Daher kannst du diese mit der Küchenreibe abreiben und ebenfalls in den Topf geben. Achte aber darauf, dass du das „weiße“ der Limetten und Orangen nicht ebenfalls abschmirgelst. Diese Schicht enthält Bitterstoffe und Pektine, mit denen man vegan gelieren kann.
  5. Lass dies etwa 6 Stunde ziehen, bis du einen Ingwer-Zitrus-Sud erhalten hast.
  6. Im Anschluss zu dem Sud deinen Honig und die Hälfte des Rohrzuckers geben. Den Sud etwa 30 Minuten leicht köcheln lassen. Achte auf die Temperatur und rühre zwischendurch um. Du willst keine Bonbons machen! Willst du nicht.
  7. Im Anschluss den Sud von der Herdplatte (oder Feuerstelle, je nach Modernität der Wohnung/WG) nehmen und abkühlen lassen.
  8. Nun kommt die Hefe in den Sud. Bei Saskia habe ich hier auf makeitsweet.de gelesen, dass die ideale Temperatur für Hefe bei 32°C. liegt. Sollte der Sud über 40°C haben, stürzt du deine Hefekulturen in einen qualvollen Tod. Wenn du den Deckel drauf machst, hörst du sie nicht mehr schreien. #PetaIsWatchingYou
  9. Sobald die Hefe im Sud verstaut ist, heißt es warten. Zwei Tage muss der abgedeckte Topf nun an einem relativ warmen Ort stehen.
  10. Sobald die Zeit verstrichen ist, kann der übrige Zucker im Wasser aufgeköchelt werden. Auch das Zuckerwasser wieder abkühlen lassen.
  11. Der Sud aus dem Topf kann jetzt durch das Sieb, die Strumpfhose oder das Küchentuch passiert werden. Sobald alle Feststoffe herausgefiltert sind, kann die Flüssigkeit mithilfe eines Trichters in die Flasche abgefüllt werden. Der Flascheninhalt sollte nun zu 2/3 aus dem Ingwer-Sud und zu 1/3 aus dem Zuckerwasser bestehen.
  12. Die Flaschen nun fest verschließen und für 2-3 Tage zum fermentieren in den Kühlschrank legen. Wer Panik wegen des hohen Drucks hat, kann zwischendurch die Flaschen aus dem Kühlschrank nehmen und VORSICHTIG ein wenig der Kohlensäure entweichen lassen. Die Flaschen sollten zudem gelegentlich gedreht werden.
  13. Nach Ablauf der Wartezeit kann probiert werden. Wem das Gingerbeer zu süß/scharf ist, kann es mit Mineralwasser auf eine angenehmere Trinkstärke bringen.
  14. Jetzt weisst du, wie du Ginger Beer selbst machen kannst. Wow.

Schlusswort

Ginger Beer herstellen ist also echt kein Hexenwerk und macht zudem noch Spaß. Außerdem spart man einiges an Geld, wenn man die Herstellungskosten gegen die Beschaffungskosten einer Kiste Marken- Ginger Beer rechnet. Jedoch ist der Zeitaufwand auch nicht zu unterschätzen. Welche Erfahrung hast du bei der Mission „Ginger Beer selbst machen“ sammeln können. Lass es mich wissen.

Ich weise ausdrücklich darauf hin, dass die Mengenangabe des Ingwers und das Verhältnis zum Zucker kein Garant für ein gutes Resultat ist. Die Schärfe und Intensität bei Ingwer variiert massiv. Daher gilt es, ein wenig zu probieren und gegebenfalls das Verhältnis von Ingwer, Zucker, Honig und den Zitrusfrüchten anzupassen.

 

Beitragsbild: © Yuichi Sakuraba lizensiert via (CC BY-NC 2.0)

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2 Kommentare

André Stockmann 5. September 2017 at 8:22

Hallo liebe Chris…
Super Rezept schmeckt, echt klasse!
Ich tüftele seit einiger Zeit an meinem perfekten „Ginger Beer“ und habe bislang mit dem „Ginger Bug“ gearbeitet.

Weiter so!

Gruß André

Reply
Chris 5. September 2017 at 8:27

Danke André. Halt mich doch auf dem Laufenden. 😉

Danke für deinen Kommentar. Liebe Grüße 👋🏼

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