Konfitüren in Cocktails

Konfitüren in Cocktails

von Chris 20. Januar 2016 0 Kommentare

Konfitüren in Cocktails

Konfitüren in Cocktails – Die Zusammensetzung der meisten Cocktails ist uns allen bestens bekannt. Man rechnet ja schon mit stets einem Süßungsmittel in Form von Zucker oder einem Sirup, Säure durch den Einsatz von Zitrusfrüchten und einer Basisspirituose. Das ist die Zusammensetzung unzähliger Cocktails und man muss sagen, dass sich das Konzept ja auch durchaus bewährt hat. Jedoch ist es auch spannend vom Standard abzuweichen. Eine Möglichkeit um seinem Drink einen gewissen Kick zu verpassen, wäre der Einsatz von Konfitüren.

Unbegrenzte Anwendungsmöglichkeiten

Der Einsatz von Konfitüren in der Bar ist interessant, weil man beim Kochen der Konfitüre seiner Kreativität freien Lauf lassen kann. Im Anbetracht der Tatsache dass sich nahezu jede Frucht zu Konfitüre verarbeiten lässt, sind unserer Kreativität keine Grenzen gesetzt. Quitten beispielsweise finden in der Bar sehr selten Verwendung, da Ihr Fruchtfleisch zu bitter und zu fest ist, um sie frisch verarbeiten zu können. Trotzdem hat die Quitte ein erstklassiges Aroma, welches für den Einsatz im Drink super geeignet ist. Wie bekommen wir also die Quitte in den Drink? Eine simple und dennoch spannende Variante wäre, die Quitte einzukochen und zu einer Konfitüre zu verarbeiten. Durch das Einkochen wird die Frucht weich und verliert Bitterstoffe. Zu beachten ist allerdings, dass vor dem Kochen die pelzige Schicht von der Schale entfernt wird, da diese viele Bitterstoffe enthält.

Zu beachten:

Wenn man sich für eine Cocktailzubereitung mit selbst gekochten Konfitüren entscheidet, sollte man bei der Herstellung einiges beachten.

1. Auswahl der Früchte

Auch wenn man sein Obst immer vom selben Lieferanten bezieht oder vom selben Verkäufer auf dem Wochenmarkt bezieht, kann die Qualität von Einkauf zu Einkauf variieren. Süße und Säuregehalt sind neben dem Aroma der Frucht die wichtigsten Attribute der Frucht. Da die Optik beim Einkochen für uns uninteressant ist, sollten wir uns von dieser nicht täuschen lassen und uns einzig und allein auf das konzentrieren, was in der Frucht steckt.

2. Abschmecken

Bevor wir unsere Konfitüre abfüllen, sollten wir gut abschmecken. Dafür einfach eine kleine Probe auf einem Löffel erkalten lassen und probieren. Wird sie zu süß, benötigen wir später wieder zu viel Säure im Drink, um den Fauxpas auszugleichen. Wird sie zu sauer, müssen wir beim Drink wieder auf einen simple syrup zurückgreifen. Da wir aber versuchen wollen auf Limettensaft, Zitronensaft und Co. zu verzichten, sollte das Produkt in der Vorbereitung auf den Punkt hergestellt werden.

3. Flüssigkeitsgrad

Unsere Konfitüre soll natürlich nicht so fest werden, wie wir es von unserem Brotaufstrich zum Frühstück kennen. Erkaltete sollte sie konsistenziell so sein, dass wir sie aus den Ausgießern der geläufigen Speedbotlles bekommen. Daher sollte sie eher an eine Frucht-Chutney erinnern als an eine Konfitüre. Das lässt sich mit der richtigen Konzentration an Zucker gut regulieren. Übrigens kann man hier auch sehr gut mit Pektinen, einem Geliermittel aus den Früchten, arbeiten. So bleibt der Drink schlussendlich auch für Veganer interessant.

Mein Résumé

Konfitüren sind natürlich kein kompletter Ersatz für Frucht-Sirupe. Jedoch sind sie eine nette Alternative und lassen sich in vielen Drinks benutzen. Egal ob man mit ein paar Barlöffeln der eigenen Konfitüre, einem Klassiker, seine persönliche Note verpassen will oder eine Eigenkreation auf der Konfitüren-Basis zaubert. Ich persönlich arbeite gerne mit Konfitüren in Cocktails. Man kann so ab und zu auf industriell hergestellte Sirupe verzichten und drückt dem Cocktail noch seinen eigenen Stempel auf. Eure Gäste oder Liebsten werden das Handwerk dahinter definitiv schmecken und zu schätzen wissen.

Foto: Axel Kuhlmann

Das könnte dir gefallen

Send this to friend