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Der Konga Shaker – Ein historischer Shaker will zurück an die Bar

Konga Shaker

Monkey Shoulder´s Konga Shaker – Auf dem Bar Convent 2016 gab es viele coole Innovationen zu bestaunen. Viele davon werden sicher ihren Platz hinter den Theken des Landes finden. Einige werden es schwerer haben, und das trotz der Tatsache, dass sie eigentlich eine Nische füllen. Ein Produkt auf den Markt bringen, das eine Nische füllt. Das ist ja der Traum eines jeden Produzenten. Aber manchmal hat das eben einen Grund, dass die Nische nicht besetzt ist. Dieser Erfahrung sammeln die Hersteller einiger Bar-Tools gleichermaßen wie die Spirituosen-Industrie. Ob der Shaker, den ich euch heute vorstellen möchte sich behaupten wird, das wird sich allerdings noch zeigen.

Der Konga Shaker

Konga-shaker
© Monkey Shoulder – Der Konga Shaker

Der Konga Shaker ist ein Shaker, der in Form und Ausstattung auf den ersten Blick nur wenig an einen Shaker erinnert. Irgendwie hat man am Anfang den Eindruck, dass es sich hierbei lediglich um eine Thermoskanne aus Edelstahl handelt. Aber irgendwie schaut diese Thermoskanne nicht aus wie normal. An den Seiten findet man hier zwei Knöpfe, welche der Trick der ganzen Geschichte sind.

Anders als bei dem klassischen Cobbler Shaker oder dem Boston Shaker, wird dieser Shaker nicht zwischen den Handflächen gegriffen und geschüttelt. Der Konga Shaker wird an den Knöpfen gegriffen und rotiert. Durch den Drehimpuls an den Griffen wird dann der Drink im Behälter permanent umgeschlagen und kühlt die Flüssigkeit mithilfe von Eiswürfeln hinunter.

Das sieht für die Gäste sicherlich recht fancy aus. Der Mitarbeiter von Monkey Shoulder, der das Produkt auf dem BCB vorführte, argumentierte seinen Shaker damit in den Olymp, dass es eindrucksvoll ausschaut wenn er bedient wird. Aber ist das ganze auch praktisch? Ich wollte mich selbst davon überzeugen und ließ den guten Mann einen Drink zubereiten. Diesen wollte ich dann mit dem Koga Shaker shaken… oder spinnen… oder wie man das dann auch immer nennen mag.

Als alle Zutaten in dem Shaker verschwanden, stellte sich das erste Problem ein. Trotz der Tatsache, dass es sein Produkt war und er sicherlich nicht das erste Mal den Shaker in den Händen hielt, hatte er arge Probleme damit den Shaker zu verschließen. Ein Problem welches ich im Vorfeld beim Warten schon beobachtet habe. Irgendwie scheint dieser Verschluss nicht so recht ausgereift zu sein.

Nach langem bemühen saß der Deckel allerdings. Ich griff den Shaker an den Knöpfen und ließ ihn rotieren. Eine sehr unnatürliche Bewegung die man da machen muss und wirklich schnell ging es auch nicht. Es sei denn man wollte sich dermaßen verausgaben, dass man direkt in Schwitzen kommt.

Der Mitarbeiter deutete meinen skeptischen Gesichtsausdruck ganz richtig und nahm mir den Shaker ab um mir zu präsentieren wie man das ganze mit mehr „Flair“ machen kann. Er rotierte das Gefäß an einem Knopf über dem Kopf und machte witzige Posen. Aber so recht überzeugte mich seine Präsentation nicht.

Mein Résumé

Der Konga Shaker schaut sicherlich recht witzig aus. Technisch ist er allerdings ganz und gar nicht ausgereift. Die Knöpfe sind nicht gelagert und drehen nur schwerfällig auf der blanken Edelstahl-Aufhängung.

Der Verschluss und der einsetzbare Strainer haben ebenfalls so ihre Macken. Sie gehen nur schwer ab und noch schwerer lassen sie sich wieder befestigen.

Der Shaker ist so groß, dass man damit 4-5 Drinks gleichzeitig machen könnte. Ob man das allerdings unbedingt möchte, das muss man für sich selbst entscheiden.

Im Handling ist der Shaker für mein persönliches Empfinden einfach nicht Bar-tauglich. Der Ablauf schaut ein wenig albern aus und wenn man versucht dem ganzen etwas mehr papp zu verleihen, läuft man Gefahr, dass man direkt die halbe Einrichtung zerberstet. Ich persönlich kann dem Shaker nicht viel abgewinnen und würde ihn wenn dann lediglich, wegen seines großen Fassungsvermögens, als Infuser missbrauchen. Um wieder als Shater zu fungieren, hätten die Kollegen von Monkey Shoulder ihn nicht unbedingt aus dem Ruhestand holen müssen.

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2 comments

  1. Naja im Brausebrand feierten einige den Shaker als wäre der heilige Gral aufgetaucht aber in der Praxis bezweifle ich die Anwendung auch.

  2. Crazy. Aber sieht schon im Video ziemlich uncool aus…. ich glaub kaum, dass sich ein professineller Barkeeper dazu hinreißen lässt. 😉

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