KYRÖ NAPUE Rye Gin – Finnischer Gin mit Charakter

Von Chris 17. November 2017 0 Kommentar
KYRÖ NAPUE Rye Gin – Finnischer Gin mit Charakter

KYRÖ NAPUE Rye Gin – Finnischer Gin

KYRÖ NAPUE Rye Gin – Gin aus Finnland? Im Anbetracht der Tatsache, dass fast alle Gins, die uns in den letzten Jahren erreichten, aus allen erdenklichen Winkeln unseres Planeten kamen, überrascht dies nicht. Wenn die Schweden es schaffen, einen Wodka zum internationalen Erfolgsprodukt machen, dann sollte es doch für die Finnen ein Leichtes sein, sich auf dem Gin-Markt einen Namen zu machen. Zu meinem Glück erhielt ich zwei Flaschen von der Sierra Madre GmbH und konnte mir von dem Können der Finnen selbst ein Bild machen. Was KYRÖ NAPUE Rye Gin kann und wie die Story hinter dem Gin aus Finnland ist, dazu hier mehr.

 


KYRÖ NAPUE Rye Gin – Die Story

Man hört ja immer wieder, dass die besten Produkte und die smartesten Geschäftsideen ihre Geburtsstunde an recht seltsamen Orten hatten. Anders sollte es beim KYRÖ NAPUE Rye Gin auch nicht sein. Bei einem Saunagang (wer hätte das kommen sehen) im Jahr 2012, kosteten die Gründer der KYRÖ Destille erstmals einen Rye Whiskey. Im Anbetracht der Tatsache, dass dieser auf Basis von Roggen hergestellt wird und Finnland für seinen Roggen in der ganzen Welt berühmt ist, wunderten sich die Gründer, dass es keinen finnischen Rye Whiskey, ganz zu schweigen von einem Rye Gin gibt. Zugegeben, verwunderlich ist das schon, dass zuvor niemand über den Tellerrand schaute und nachforschte, was denn die anderen Nationen so mit ihren Roggen anfangen.

Dieser Geistesblitz der Saunagänger war die Geburtsstunde der KYRÖ Destillerie in Finnland. Ursprünglich planten die Gründer, lediglich einen finnischen Rye Whiskey auf die Beine zu stellen. Weil die 3 Jahre des Reifens jedoch einiges an Langeweile prophezeite, experimentierten die Gründer mit ihrem Roggen-Destillat und erschufen den KYRÖ NAPUE Rye Gin.

 


 


Der Ursprung der Botanicals des NAPUE Rye Gin

KYRÖ NAPUE Rye Gin

KYRÖ NAPUE Rye Gin – Finnischer Gin mit Birkenblättern, Canberrys, Sanddorn & Mädesüß

Der KYRÖ NAPUE Rye Gin kommt mit wild-wachsenden Botanicals daher, welche auf dem ehemaligen Schlachtfeld des Finnlandfeldzugs (1713-1714) von Napue gesammelt werden. Bei dieser Schlacht wurden die schwedische Armee, welche damals vorwiegend aus finnischen Soldaten bestand, von der überlegenden russischen Armee in die Knie gezwungen.

Man kann sich vorstellen, dass es dabei sicher nicht zimperlich zuging und die Vorstellung, dass an dem Ort, an dem unzählige Soldaten ihr Leben ließen, heute prächtige Zutaten geerntet werden, kommt mir persönlich schon etwas seltsam vor. Sei es, wie es sei. Bei Napue ernten die Hersteller des Gins heute Cranberrys, Sanddorn, Mädesüß und Birkenblätter, um dem  KYRÖ NAPUE Rye Gin seinen unvergleichlichen Geschmack zu verleihen.

 

 


KYRÖ NAPUE Rye Gin – Geschmack

Bereits wenn man die Flasche des Napue Gins öffnet, überkommen einen Aromen, wie man sie bisher von keinem vergleichbaren Produkt kannte. Dezente Zitrus- und Kräuteraromen dominieren den Geruch. Durch die Birkenblätter erhält das Destillat vertraute Aromen aus der Natur. Ein wenig erinnert der Duft an einen frischen Morgen im Spätsommer in einem Birkenwald. Zugegeben, man kann sich in Interpretationen auch verlieren.

Auf der Zunge kommt es dem Gin zugute, dass er auf der Basis des Roggendestillats hergestellt wurde. Eine kräftige, scharfe Würze unterstützt die Zunge dabei das einzusortieren, was die Nase im Vorfeld vernommen hat. Mit 46,3 % vol. zählt der  KYRÖ NAPUE Rye Gin auch nicht gerade zu den leichten Vertretern des Gins. Ich behaupte jedoch mal, dass der relativ hohe Alkoholgehalt die Würze und die Aromen des Roggens erst richtig zum Tragen bringt.

Besonders spannend wird der Gin im Tonic. Plötzlich entfalten sich auch die Aromen des Cranberry und des Sanddorns. Ich persönlich habe zwei Varianten gekostet. Einmal mit Fever Tree Classic Tonic Water und mit Fever Tree Mediteranian Tonic Water. Beide Varianten unterschieden sich nur geringfügig. Die Version mit dem klassischen Tonic kam mir geeigneter vor und unterstütze meiner Meinung nach die Aromen am besten. Nachdem ich den Gin im Tonic probierte, kann ich jetzt auch nachvollziehen, warum der  KYRÖ NAPUE Rye Gin zum “Best Gin for Gin & Tonic” bei der IWSC 2015 gekürt wurde.

 


Mein Résumé

KYRÖ NAPUE Rye Gin ist wirklich etwas ganz Besonderes und wer sich für Gin interessiert, sollte ihn auch definitiv auf seinem Zettel haben. Mich haben die Finnen überzeugt, dass sie mehr mit ihrem Roggen mehr anzufangen wissen als gesundes Brot zu backen. Ich freue mich bereits auf die Verkostung des KOSKUE Barrel Aged Gin aus dem Hause Kyrö.

 

Beitragsbild: ©Sierra Madre & Kyrö Distillery

 

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