Mason Jar Shaker

Der Mason Jar Shaker – Mehr als nur ein Shaker?!

von Chris 22. September 2016 0 Kommentare

Shaker gibt es ja heutzutage in allen erdenklichen Formen und Farben, aus allen erdenklichen Materialien bestehend und in allen erdenklichen Qualitäten. Die beiden Shaker, welche in den Bars am häufigsten verbreitete sein sollten, dürften der dreiteilige Cobbler und der zweiteilige Bostonshaker sein. Auch wenn das Prinzip der ineinander gesteckten Gefäße denkbar einfach ist, kommen dennoch jedes Jahr einige Leute auf die Idee das Rad neu zu erfinden. Einige Ideen sind brauchbar und andere sollten schnell wieder in der Mottenkiste des Gedankenguts der Erfinder verschwinden. Zu welchen der beiden Kategorien der Mason Jar Shaker zählt, erkläre ich euch hier

Wer hat das Teil erfunden?

Erfunden und Salonfähig machten den Shaker die zwei Jungs Eric Prum und Josh Williams aus den USA. Via Crowdfunding finanzierten sie ihren heutigen Bestseller und sind derweilen extrem erfolgreich im Geschäft. Ursprünglich wollten sie für ihre Idee lediglich 5.000$ von den Kickstarter-Nutzern sammeln. Zusammen kamen am Ende fast 75.000$. Ein kapital, das die Jungs zu weiteren Projekten beflügelte, welche sie in ihrem Shop auf ihrer Website W&P Design verkaufen. Dort findet man neben dem Mason Jar Shaker zusätzlich abgefahrene Tumbler in Form von Ananasse (Ja, das ist der Plural von Ananas) und viele weitere coole Produkte zum Thema Bar- und Trinkkultur.

Was ist der Mason Jar Shaker eigentlich genau?

Mason Jar Shaker

Mason Jar Shaker mit Kupfer-Deckel | Picture © W&P Design

Der Mason Jar Shaker ist in vierteiliger Cocktail Shaker. Anders als bei dem allseits beliebten Cobbler, welcher aus drei Teilen besteht, vertrauten die Erfinder nicht auf die physikalischen Grundgesetze, welche definieren was mit Metallen passiert, wenn es sie abkühlen. Nein. Sie ergänzten ihren Shaker mit einem Schraubverschluss, welcher dafür sorgen soll, dass die Flüssigkeit da bleibt, wo sie hingehört. Im Shaker.

Eine weitere Besonderheit des Mason Jar Shakers ist, dass das Gefäß kein klassischer Becher ist, sondern einem Einmachglas ähnelt. Man könnte meinen, dass hiermit der Alkohol-Prohibition gedacht werden soll. Damals wurden nämlich die Alkohole der Schwarz-Brennereien in Einmachgläser abgefüllt. Hier ist besonders das Model „Mason Jar“ aus den Südstaaten bekannt.  Diese erweckten, im Gegensatz zu richtigen Flaschen, nicht sonderlich viel aufsehen beim Einkauf. Außerdem hatten die meisten reichlich der Einmachgläser daheim und konnten ihre Produkte direkt abfüllen.

Des weiteren verfügt das Glas nicht einfach über einen normalen Schraubverschluss wie bei einem Einmachglas. Der Schraubverschluss selbst hat ein Loch, durch welches ein Strainer und der Verschluss eingesetzt werden können. Schraubt man den Shaker zu, dichtet dieser ab und das Shaken kann beginnen.

Das soll es aber noch nicht gewesen sein. Die Jungs von W&P Design haben das Potential ihres Produktes erkannt und direkt zusätzliche Features im Shop, welche die Funktionalität des Mason Jar Shakers in der Gastronomie zusätzlichen Ausdruck verleihen. So gibt es weitere Einsätze, die aus dem Mason Jar Shaker einen erstklassigen Infuser zaubern. Ein Ausgießer-Einsatz sorgt dafür, dass man aus diesem direkt und gezielt einschenken kann. Ebenfalls gibt es Deckel mit denen der Shaker gänzlich abzudichten ist. Somit findet der Shaker sich nicht in seinem monotonen Einsatz als Shaker wieder, sondern fungiert auch als dekorative Aufbewahrung für so manches.

Fazit

Versteht mich nicht falsch aber ich stoße häufig auf neue und angeblich super innovative Cocktail Shaker, die ihre Daseinsberechtigung damit begründen, dass diese Shaker nicht tropfen. Ich selbst arbeite vorzugsweise mit einem Boston Shaker. Angesicht der Tatsache, dass das Glas sich im Gegensatz zum Tin nicht zusammenzieht, dichtet dieser besonders gut ab. Ich selbst bin trotz professionellen Einsatz nie auf dieses Problem gestoßen, dass mich meine Shaker ärgern weil sie tropfen oder gar beim Shaken Flüssigkeit verlieren. Ganz zu schweigen davon, dass ich der Meinung war eine Lösung für das Problem finden zu müssen.

Als Marketingstrategie scheint das aber bei einigen Barkeepern anklang zu finden. Auch wenn ich diese Begründung für die Entwicklung eines Produktes als an den Haaren herbeigezogen sehe, finde ich den Mason Jar Shaker trotzdem ziemlich cool. Ob der bei mir nun im Dauereinsatz wäre, bezweifle ich. Jedoch ist das Produkt recht vielseitig und dekorativ. Vielseitigkeit bei Produkten lieben Barkeeper. Ist der Platz an der Bar doch meist eher limitiert. Der dekorative Aspekt ist ebenso wichtig. Schließlich machen Eyecatcher die Leute immer neugierig. Auch wenn die wenigsten Barkeeper in der Praxis mit dem Mason Jar Shaker als Cocktail Shaker arbeiten werden, sind die 29$ keine schlechte Investition. Wer Lust auf den amerikanischen Shaker bekommen hat, kann diesen bei Cocktailian oder direkt bei den Jungs auf ihrer Website erwerben.

 Bilder – © Copyright: W&P Design

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