The London No 1 Gin mit neuem FlaschenDesign

Von Chris 12. Mai 2017 0 Kommentar
The London No 1 Gin mit neuem FlaschenDesign

The London No 1 Gin

The London No 1 Gin – ein Gin, wie er wohl auf den ersten Blick nicht eigenartiger daherkommen könnte. Nicht wegen der Flasche oder wegen eines ausgefallenen Etiketts. Es ist eher die Farbe. Aber warum ist der Gin eigentlich blau und was steckt hinter der Marke „The London No 1„? Alle Infos zum London Dry Gin und ein Review findest du hier.

The London No 1 Gin – einer von wenigen

Es gibt wahrscheinlich nur eine Handvoll Gins, die tatsächlich in London hergestellt werden, verbindet man doch diese Stadt unmittelbar mit der beliebten Spirituose. Dies beruht jedoch, wie ich schon häufiger zur Ansprache brachte, lediglich darauf, dass die Klassifizierung der Qualität als „London Dry Gin“ bezeichnet wird. Über die Herkunft eines Gins sagt dies jedoch gar nichts aus. The London No 1 Gin hingegen stammt direkt aus der britischen Metropole und ist somit ein unkonventionelles Produkt für eine konventionelle Assoziation. Absurd, oder?! Finde ich auch.

 

Ursprung der Zutaten

Hergestellt im Herzen Londons, bedient sich der London No 1 Gin in der Basis seiner regionalen Güter. So stammt das Wasser aus einer Quelle in Clerkenwell, einem Stadtteil Londons. Dies verspricht eine besonders hohe Qualität. Das Getreide, welches für die Basis benötigt wird, stammt aus Suffolk und Norfolk. Diese Regionen liegen Nord-östlich von London und bilden den östlichsten Bereich der britischen Inseln. Bei der Auswahl der Botanicals, welche mazeriert  werden,  geht der „The London No 1“ hingegen ein wenig internationaler.

So stammen seine insgesamt 12 Botanicals aus allen Teilen der Welt. Neben Wacholder aus Dalmatien kommen außerdem Koriander aus Marokko,  Mandeln aus Griechenland,  Zimt aus Ceylon,  schwarze Johannisbeeren, Zitronenschale, Orangenschale, Iriswurzeln, Angelikawurzeln, Bohnenkraut, Bergamotte und türkische Lakritze zum Tragen der Aromen. Das ist schon relativ viel des Guten. Durch Parade-Vertreter der Gin-Welle, die mit übertrieben vielen Botanicals punkten wollen, welche schnell mal an die 50 geraten, vergisst man häufig, dass sich der Charakter eines Gins meist aus ca. 8 Botanicals ergibt. Ich persönlich mag es in der Hinsicht auch eher simple und bin kein großer Fan jener, die versuchen es den Schwarzwäldern gleichzutun. Meist bleibt es da eh beim Versuch.

 

Botanicals im „The London No 1 Gin“

Neues Flaschendign des London No 1

  1. Wacholder
  2. Koriander
  3. Mandeln
  4.  Zimt
  5. schwarze Johannisbeere
  6. Zitronenschale
  7. Orangenschale
  8. Iriswurzeln
  9. Angelikawurzeln
  10. Bohnenkraut
  11. Bergamotte
  12. Lakritze

 

Design der Flasche

Wer regelmäßig hier stöbert oder mich kennt, weiss ja, dass ich durch Design relativ schnell für etwas zu begeistern bin, im Umkehrschluss allerdings auch länger brauch, um mich einem Produkt zu nähern, welches nicht ganz so hübsch verpackt ist. Sicherlich beurteile ich die Qualität dann doch separat, der erste Eindruck hingegen bleibt. Für diesen gibt es ja bekanntlich keine zweite Chance. Ein sehr gutes Beispiel ist hier der Whitley Neil Gin. Wer da jetzt neugierig geworden ist, kann sich ja mal die Flasche und das Marketing aus Zeiten vor dem Relaunch anschauen und im Vergleich natürlich auch danach

Ähnlich, gleichwohl nicht ganz so krass erging es mir mit The London No 1. Freunde, die alte Flasche ging gar nicht. Ich ersuche das Gehör der Marketer um diesen Gin und rate euch: „Löscht alle alten Bilder von eurer Website!“ Mit der neuen Flasche ist der Grundstein gelegt. Die Pulle ist super massiv und in der Haptik kaum zu übertreffen. Ich liebe solche Flaschen. Ich wette, beim Entsorgen geht eher der Altglascontainer kaputt, als die Flasche. Aber ich schweife ab. Das Design der Flasche ist klar, simple und besticht natürlich zudem durch das Durchschimmern des aquamarin-farbenen Gins.

 

Apropos „Aquamarin“!

Die Farbe, welche den Gin sein einzigartiges Aussehen verschafft, wird im Übrigen durch die Beigabe von Gardenien-Extrakt erzielt. Diesem Umstand hat der Gin es wahrscheinlich auch zu „verdanken“, dass auch wenn der „The London No 1“ aus London kommt, sich hingegen nicht als „London Dry Gin“ betiteln darf. Bei meinen Recherchen ist mir nichts aufgefallen, was zudem noch ein Kriterium sein dürfte. Die Zugabe von Farbstoffen oder Süßungsmittel ist bei London Dry Gins nämlich nicht gestattet. So war es wohl die Qual der Wahl zwischen der Betitilung einer teilweise mehr als brüchigen Klassifizierungs-Einheit und der übertrieben coolen Farbgebung des Produktes. Ich weiß nicht, ob die Frage überhaupt bei den Produzenten jemals so im Raum stand, wie ich sie gerade beschrieb. Wenn dem so wahr, dann haben sie sich für meinen Geschmack genau richtig entschieden.

 

Geruch und Geschmack

Im Anbetracht der Tatsache, dass der „The London No 1“ einen Alkoholgehalt von 47% aufweist, sollte man meinen, dass er schon etwas beißender in der Nase ist. Das Gegenteil jedoch ist der Fall. Ich war überrascht von der Milde und dem süßlichen Aromen, die im Glas aufsteigen. Diese werden aller Wahrscheinlichkeit nach von der Lakritze zum Tragen gebracht, welche dem Gin auch auf der Zunge eine angenehme süßliche Note verleiht. Wer keine Lakritze mag, sollte sich davon jedoch nicht abschrecken lassen. Wenn man im Gin von Süßholz spricht, hat das nichts mit den schwarzen Katzen und Schnecken aus dem Supermarkt zu tun.

Wer gerne puren Gin trinkt, sollte hier ebenfalls an der richtigen Adresse sein. Auch auf der Zunge ist der Gin sehr angenehm, wobei ich sagen muss, dass er bei weitem nicht der mildeste Gin ist, den ich bisher verkostet habe. Dennoch befindet sich die Symbiose, bestehend aus Milde und leichter Schärfe, in einem sehr ausgewogenen Verhältnis. Im Gin-Tonic habe ich den „The London No 1“ bisher nur mit FEVERTREE Tonic probiert. Hier war ich auf jeden Fall sehr begeistert. Am Ende ist die Tonic-Auswahl wohl Geschmacksache. Daher will ich hier keine weiteren Empfehlungen geben. Das sollte jeder selbst ausprobieren.

 

 

Bevor wir zu der Bewertung kommen, möchte ich mich für die Zusendung der Produktprobe bei Tanja Klein und der gleichnamigen PR-Agentur bedanken.

 

 

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