Whiskey Lab

Whiskey Lab – Age Your Own Whiskey

von Chris 20. September 2016 0 Kommentare

Vor einigen Tagen schrieb ich einen Artikel über die Oak Bottle welche über Kickstarter finanziert wurde. Von dem Thema beflügelt,  schaute ich mich mal im Netz um, um herauszufinden, ob es da nicht auch ähnliche Produkte gibt. Ebenfalls bei Kickstarter wurde ich dann auf das Whiskey Lab aufmerksam. Auch wenn es vom Prinzip der Oak Bottle sehr ähnlich ist, unterscheiden die zwei Produkte sich jedoch in einigen entscheidenden Punkten. Was das genau ist, lest ihr hier.

Whiskey Lab – Made in USA. Wo sonst!?

Das Whiskey Lab der BRAIN Labs LCC  ist so einfach wie genial. Im Grunde hat das Team es sich zur Aufgabe gemacht, Whiskey altern zu lassen. Eigentlich ja nichts anderes als das, was ein gewöhnliches Fass macht. Richtig. Aber es geht nicht darum Unmengen an Whiskeys herzustellen, sondern herauszufinden welcher Alkohol mit welchem Fass in welcher Dauer den perfekten Whiskey ergibt. Sicherlich ist das Geschmacksache aber um genau diesen Geschmack herauszufinden ist das Whiskey Lab der ideale Begleiter.

Was das Whiskey Lab auf dem Laborkasten hat

Das Whiskey Lab kommt fürs Erste relativ einfach gestrickt daher. Ein metallenes Behältnis mit einer Glaskugel am oberen Ende. Schaut erstmal gar nicht so sehr nach Labor aus. Soll es ja auch nicht. Der Behälter wird mit dem Basisalkohol gefüllt. Jedoch hat der Behälter keinen fest montierten oder geschweißten Boden. An dieser Stelle wird ein Boden aus Eichenholz eingesetzt. Dieser sorgt im Reifeprozess, genau wie bei einem richtigen Fass, für den Charakter der Spirituose.

Je nach Geschmack lässt sich an dieser Stelle variieren, ob man französische oder amerikanische Eiche als Boden einsetzten möchte. Jedoch sollte es kein Problem darstellen, wenn man von diesem Standard abweichen möchte und eine andere Sorte einsetzt. Zu beachten ist lediglich, dass das Holz einen gewissen Feuchtigkeitsgrad aufweist und getoastet wird.

Hat man den Holzboden eingesetzt, kann man die Basisspirituose in den Behälter füllen. Ab dieser Stelle heißt es warten… warten… und warten. Der Mathematik entnehmen wir, dass wir dank Flächen und Volumen-Verhältnis nicht ansatzweise so lange warten müssen wie bei einem richtigen Barrel, jedoch ist auch dies nichts für ungeduldige.

Hat man nun die geplante Zeit überbrückt kann man das Whiskey Lab auf den Kopf drehen. Nun läuft die Flüssigkeit in den Glaskolben und man kann sich von der Farbgebung  des eigenen Whiskeys überzeugen. Zieht man den Kolben ab, ist es möglich eine Kostprobe, dank integrierten Ausgießer, direkt in ein Glas abzufüllen.

Fazit

Das Whiskey Lab mag für den einen oder anderen daheim eine nette Spielerei sein. Jedoch dient es eigentlich dem Zwecke, dass man sich einen relativ genauen Überblick über die Wirkung der verschiedenen Holz-Arten, verschiedenen Alkohole und der Basisspirituosen macht. Inwiefern diese Erkenntnisse sich dann auf ein richtiges Barrel aufrechnen lassen, ist mir nicht bekannt. Ich denke, dass die erworbenen Daten eher Richtwerte sind, an die man sich halten kann. Ein Fass, das über Jahre eingelagert wird und atmen kann, wird sicherlich anders auf die Spirituosen wirken als Stahl-Behüter mit Holzboden.

Jedoch finde ich, dass das Whiskey Lab, im Vergleich zu der Oak Bottle den entscheidenden Vorteil hat, dass die Reinigung und Wiederverwertung sich deutlich einfacher und problemloser gestaltet. Die Idee selbst ist super und wird mit Sicherheit auch als etwas anderes Geschenk einige Whiskey-Liebhaber glücklich machen. Wer sich an der Verwirklichung der Kickstarter-Kampagne beteiligen möchte, kann dies noch für ein paar Tage HIER erledigen.

Bild (Screenshot from Video): BRAIN Labs, LLC

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